Hold on to the water - Agárrate al agua
Der generische Titel “Hold on to the water“ umfasst einen Zyklus verschiedener individueller Videoarbeiten, welche ausgehend von einer kritischen Reflektion unserer Aktualität mit Bild und Ton experimentieren.
Adela Picóns künstlerischer Werdegang ist geprägt von einem Blick auf das Gesellschaftspolitisch-Poetische, sie nähert sich Themen wie Fremdheit, Gemeinsamkeit, Identität, Gender, Krieg, Krise, Feminismus, Schmerz und Hoffnung näher - stets aus einer kritischen Perspektive angesichts einer unbehaglichen Realität, in welcher Bilder nicht losgelöst der Konflikte existieren können.
Kunst, als Spiegel dieser problematischen Kontexte, dient als treibende Kraft der Produktion. Die digitale Ästhetik generiert ein weites Feld von Möglichkeiten der Vermittlung durch Konsum in einer Gesellschaft dichter medialer Kommunikation. Der Fluss bewegter Bilder eröffnet einen Raum visueller Narrative mit Körpern, Tieren, Natur und Dingen, miteinander verwoben und in Auseinandersetzung, deren Wahrnehmung vom Standpunkt der Betrachtenden abhängt. „Hold on to the water“ wird zur Allegorie eines Gemütszustandes in einer in Stücke gerissenen Gegenwart.